Nachhaltig, sicher und für alle erreichbar
Ammerbuch liegt verkehrstechnisch günstig zwischen S-Bahn, Gäubahn, Autobahn, Tübingen und Stuttgart.
Mobilität ist eine der zentralen Zukunftsfragen für Ammerbuch. Als ländliche Gemeinde mit sechs Ortsteilen, verstreuten Siedlungsstrukturen und einer hohen Alltagsmobilität stehen wir vor besonderen Herausforderungen. Gleichzeitig bietet Ammerbuch enorme Chancen, Mobilität neu zu denken: klimafreundlich, sozial gerecht und so gestaltet, dass sie den Alltag der Menschen wirklich erleichtert. Für uns als GAL ist klar: Mobilität ist Daseinsvorsorge – und sie muss für alle funktionieren.
Ammerbuch ist kein urbanes Zentrum, in dem Busse im Minutentakt fahren oder Wege selbstverständlich zu Fuß erledigt werden können. Viele Menschen sind auf das Auto angewiesen, weil Alternativen fehlen oder unzuverlässig sind.
Wir wollen die Infrastruktur schaffen, die einen Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen ermöglicht. Sei es Schnellladesäulen für die E-Mobilität, sichere Radwege und ein funktionierendes ÖPNV Netz mit Fahrzeiten von früh morgens bis spät abends.
Mobilitätswende auf dem Land - die passende Infrastruktur ist die Voraussetzung für den ErfolgEin zentrales Anliegen ist uns die Sicherheit auf den Wegen, insbesondere für Kinder, Jugendliche und mobilitätseingeschränkten Menschen. Sichere Schul- und Kindergartenwege sind für uns nicht verhandelbar. Dazu gehören gut ausgebaute Gehwege, Querungshilfen, Temporeduzierungen und ein Radwegenetz, das diesen Namen verdient. Wir wollen ein durchgängiges, sicheres und alltagstaugliches Radwegenetz, das Pendeln, Einkaufen und Freizeitwege erleichtert. Radverkehr ist nicht nur Klimaschutz – er ist Gesundheitsförderung, Lärmschutz und Lebensqualität.
Der öffentliche Nahverkehr ist das Rückgrat einer nachhaltigen Mobilität. Doch er funktioniert nur, wenn er verlässlich ist. Die Ammertalbahn ist für Ammerbuch ein Glücksfall – aber nur dann, wenn sie zuverlässig fährt und gut angebunden ist. Durch den Inselbetrieb sind die Fahrgastzahlend er Ammertalbahn auf einem neuem Allzeithoch, was wir sehr begrüßen.
Wir setzen uns dafür ein, dass die Bahn pünktlich, barrierefrei und zukunftsfähig bleibt. Ergänzend braucht es Busverbindungen, die nicht nur werktags tagsüber fahren, sondern auch abends und am Wochenende. Mobilität endet nicht um 20 Uhr. Wer Kulturangebote nutzen, Freunde besuchen oder Schichtarbeit leisten möchte, braucht echte Alternativen zum Auto.
Ein besonderes Erfolgsmodell in Ammerbuch ist der Bürgerbus. Er verbindet Ortsteile, stärkt soziale Teilhabe und wird von Ehrenamtlichen getragen. Dieses Engagement verdient Unterstützung – organisatorisch, finanziell und politisch. Der Bürgerbus zeigt, wie Mobilität im ländlichen Raum funktionieren kann: gemeinschaftlich, flexibel und nah an den Bedürfnissen der Menschen. Hier müssen wir das Ehrenamt sicher und dafür sorgen, dass genügend Fahrer:innen bereitstehen.
Auch Car‑Sharing ist ein Baustein moderner Mobilität. Es ermöglicht Autofahren ohne eigenes Auto – und spart damit Ressourcen, Parkraum und Kosten. Wir wollen Car‑Sharing-Angebote in allen Ortsteilen ausbauen und mit ÖPNV und Radverkehr verknüpfen. Mobilität muss vernetzt gedacht werden: vom Fahrrad zum Bus, vom Zug zum Car‑Sharing, vom Bürgerbus zum Dorfladen.
Ein weiteres Thema ist die Parkraumbewirtschaftung. Sie ist kein Selbstzweck, sondern ein Instrument, um Ortskerne zu entlasten, Flächen sinnvoll zu nutzen und Verkehr zu reduzieren. Parkraum ist begrenzt – und er gehört allen. Eine kluge Bewirtschaftung sorgt dafür, dass Plätze nicht dauerhaft blockiert werden und dass Fußgänger*innen, Radfahrende und Menschen mit Behinderung genügend Raum haben. Die Gemeinde hat 2025 und 2026 eine Untersuchung zu möglichen Flächen in Entringen und auf dem Saurucken durchgeführt. Mit den Ergebnissen, die uns am 23.02.2026 vorgestellt wurden, werden wir 2026 und 2027 weiterarbeiten (siehe Gemeinderatssitzung 23.02. 2026)
Foto von Precious Madubuike auf UnsplashMobilität ist auch Klimaschutz. Der Verkehrssektor ist einer der größten CO₂‑Verursacher. Wenn wir unsere Klimaziele ernst nehmen, müssen wir Mobilität neu gestalten. Das bedeutet: weniger Abhängigkeit vom Auto, mehr attraktive Alternativen, mehr Sicherheit und mehr Lebensqualität. Gleichzeitig wissen wir, dass Mobilität im ländlichen Raum anders funktioniert als in der Stadt. Deshalb setzen wir auf pragmatische Lösungen, die den Alltag der Menschen verbessern und gleichzeitig die Umwelt schützen.
Unser Leitbild ist klar: Ammerbuch soll eine Gemeinde sein, in der Mobilität für alle möglich ist – sicher, klimafreundlich, bezahlbar und verlässlich. Eine Gemeinde, in der Kinder sicher zur Schule kommen, ältere Menschen mobil bleiben, Pendler*innen gute Verbindungen haben und Familien echte Wahlfreiheit genießen. Eine Gemeinde, die ihre Ortsteile verbindet – nicht trennt.
Mobilität ist mehr als Verkehr. Mobilität ist Teilhabe. Mobilität ist Lebensqualität. Und Mobilität ist Zukunft. Dafür setzen wir uns ein.